Maurer mit Helm – Baustellensicherheit durch SiGeKo

Sicherheits- und Gesundheits­schutzkoordination

Vorausgedacht und ausgeführt vom SiGeKo

SiGeKo aus Schleswig-Holstein

Sicherheitskoordination, die früh im Projekt ansetzt

ibag unterstützt Bauherren und Projektverantwortliche dabei, Sicherheit und Gesundheitsschutz frühzeitig in die Planung einzubeziehen und während der Ausführung koordiniert umzusetzen. Wir begleiten Bau- und Infrastrukturprojekte in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg und darüber hinaus.

Wann ist ein SiGeKo erforderlich?

Ein geeigneter Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator ist nach der Baustellenverordnung zu bestellen, wenn auf einer Baustelle Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden. Die Bestellung sollte so früh erfolgen, dass Sicherheit und Gesundheitsschutz bereits in der Planung berücksichtigt werden können.

SiGeKo

Erforderlich, wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber auf der Baustelle tätig werden.

Vorankündigung

Erforderlich bei mehr als 30 Arbeitstagen und über 20 gleichzeitig Beschäftigten oder bei mehr als 500 Personentagen und/oder besonders gefährlichen Arbeiten gemäß Anlage 2 BaustellV.

SiGe-Plan

Erstellung bereits in der Planungsphase, spätestens jedoch rechtzeitig vor Einrichtung der Baustelle, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und/oder besonders gefährliche Arbeiten anstehen gemäß Anlage 2 BaustellV.

Die Verantwortung des Bauherrn beziehungsweise des beauftragten Dritten bleibt trotz Bestellung eines Koordinators bestehen. Da Bauablauf, Beteiligte und Gefährdungen projektspezifisch sind, sollten die konkreten Pflicht gemäß BaustellV in Verbindung mit §4 ArbScHG frühzeitig geprüft und festgelegt werden.

Matrix Bauherrenpflichten gemäß BaustellV (PDF, 1 Seite, 35.5 kB, öffnet in neuem Fenster)

Was übernimmt ibag als SiGeKo?

Der Leistungsumfang wird auf das Vorhaben und die beauftragte Projektphase abgestimmt. Im Mittelpunkt steht die Koordination von Sicherheit und Gesundheitsschutz im Projekt überall dort, wo Planungen, Arbeitsvorbereitungen, Gewerke, Arbeitsabläufe, gegenseitige Gefährdungen und Schutzmaßnahmen ineinandergreifen.

Das SiGeKo-Team von ibag: sechs Fachkräfte stehen gemeinsam an einem Besprechungstisch
Unser Team für SiGeKo

Leistungen in der Planungsphase

  • Grundsätze von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Planung und Terminierung berücksichtigen
  • Schnittstellen, Bauabläufe und gleichzeitig oder nacheinander ausgeführte Arbeiten sowie gegenseitige Gefährdungen betrachten
  • erforderlichen SiGe-Plan erarbeiten und mit der Planung abstimmen
  • geeignete Schutzmaßnahmen und gemeinsame Einrichtungen frühzeitig mitdenken
  • die Unterlage für spätere Arbeiten am Bauwerk zusammenstellen
  • Ausschreibungs- und Planungsbeteiligte zu sicherheitsrelevanten Anforderungen beraten

Leistungen in der Ausführungsphase

  • Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen in Fragen von Sicherheit und Gesundheitsschutz koordinieren
  • Anwendung der allgemeinen Arbeitsschutzgrundsätze beratend unterstützen und deren Umsetzung überprüfen
  • SiGe-Plan bei Änderungen des Bauablaufs oder der Ausführung fortschreiben
  • sicherheitsrelevante Schnittstellen und gegenseitige Gefährdungen im Bauablauf ansprechen und zu Schutzmaßnahmen beraten
  • Baustellenbegehungen und Koordinationsgespräche durchführen und Ergebnisse dokumentieren
  • Zusammenarbeit der Arbeitgeber und Abstimmung der Arbeitsverfahren organisieren

Projektabhängige Ergänzungen

Je nach Projekt, Gefährdungslage und vereinbarter Leistungsabgrenzung kann ibag weitere baustellenbezogene Unterlagen oder Konzepte unterstützen – beispielsweise eine Baustellenordnung, ein Brandschutzkonzept für die Bauphase oder ein Notfallkonzept für die Bauphase.

Weiterführende Fachleistungen zum vorbeugenden Brandschutz, Umweltschutz und zu Gefahrstoffen in Bausubstanz und Böden werden bei Bedarf gesondert betrachtet.

Was bringt eine frühzeitige SiGeKo-Beteiligung?

Wer Sicherheit erst auf der eingerichteten Baustelle betrachtet, kann viele Schnittstellen und daraus resultierende Gefährdungen mit den notwendigen Schutzmaßnahmen nur noch mit zusätzlichem Aufwand und damit verbundenen Kosten verändern. Eine frühe Einbindung schafft eine belastbare Grundlage für Planung, Ausschreibung, vertragliche Bindung und Ausführung.

Schnittstellen, Zuständigkeiten und Abstimmungsbedarf werden früher sichtbar.
Schutzmaßnahmen fließen in Planung, Ausschreibung und Bauablauf ein.
Gleichzeitige und aufeinanderfolgende Arbeiten lassen sich besser koordinieren.
Projektbeteiligte erhalten klar strukturierte Unterlagen mit zuständigem Ansprechpartner.
Änderungen können strukturiert in SiGe-Plan und Koordination vor Ort übernommen werden.

So unterstützt die SiGeKo-Leistung einen geordneten Projektablauf und hilft Bauherren, ihre Aufgaben nach der Baustellenverordnung verlässlich wahrzunehmen.

So läuft die Zusammenarbeit mit ibag ab

Schritt

Projekt und Bedarf klären

Wir erfassen Projektart, Standort, Zeitplan, beteiligte Unternehmen, Planungsstand und besondere Rahmenbedingungen.

Schritt

Leistungsumfang abstimmen

Planungsphase, Ausführungsphase oder beide Phasen sowie Zusatzleistungen:

Sie erhalten eine passende Leistungsabgrenzung und ein nachvollziehbares Angebot.

Schritt

Sicherheit in die Planung integrieren

Wir betrachten Planungen, Arbeitsstätten, Arbeitsplätze, Bauablauf und Schnittstellen, beraten die Beteiligten und koordinieren die erforderlichen Schutzmaßnahmen in den notwendigen Unterlagen.

Schritt

Ausführung begleiten

Wir beraten zu und koordinieren die sicherheitsrelevanten Belange, fordern notwendige Unterlagen bei den Ausführenden ab, führen vereinbarte Begehungen und Gespräche durch und passen unsere Unterlagen bei Bedarf an.

Schritt

Unterlagen übergeben

Im den unterschiedlichen Projektphasen werden die relevanten Dokumente auf Grundlage der vorliegenden Beauftragung geordnet übergeben

Zum Abschluss wird die Unterlage für spätere Arbeiten überprüft und bei Notwendigkeit fortgeschrieben – soweit erforderlich und beauftragt – sowie übergeben

Für welche Bauvorhaben arbeitet ibag?

ibag beschränkt die SiGeKo-Leistung nicht pauschal auf eine einzelne Bauausführung oder Projektgröße. Entscheidend sind Aufgabenstellung, Projektstand und fachliche Anforderungen. Das kann Neubau, Umbau, Sanierung, Rückbau oder ein Infrastrukturvorhaben betreffen.

Vor einer Zusage prüfen wir, ob Leistungsumfang, Terminschiene und notwendige Fachkenntnisse unsererseits zum Projekt passen.

Von Schleswig-Holstein aus für Norddeutschland

Unser Ausgangspunkt ist Seedorf. Von dort begleiten wir Projekte in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie – nach Abstimmung – darüber hinaus auch bundesweit.

Präsenz und Rhythmus der Begehungen ergeben sich aus Bauablauf, Gefährdungen und vereinbartem Leistungsumfang.

SiGeKo oder Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Der SiGeKo koordiniert Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Bauvorhaben mit mehreren Arbeitgebern auf Grundlage der Baustellenverordnung. Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, kurz Sifa, berät dagegen einen Arbeitgeber im betrieblichen Arbeitsschutz.

Auf einer Baustelle können beide Rollen erforderlich sein; sie ersetzen einander nicht. Mehr erfahren Sie unter Arbeitssicherheit im Unternehmen und externe Sifa.

Fachliche Qualifikation

Zu den auf der Website dokumentierten Qualifikationen zählen unter anderem:

  • Koordinatorenkenntnisse nach BaustellV und RAB 30 Anlage B + C
  • Sachkunde nach TRGS 524 und DGUV R 101-004
  • Asbest-Sachkunde nach TRGS 519 Anlage 3
  • Kenntnisse nach MVAS 99
  • Fachkräfte für Arbeitssicherheit im Team
  • Brandschutzbeauftragte im Team

Team und Qualifikationen ansehen

Häufige Fragen zur SiGeKo-Leistung

Öffnen Sie eine Frage für die kurze Antwort. Es bleibt jeweils nur eine Antwort geöffnet.

Wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber auf einer Baustelle tätig werden, muss der Bauherr beziehungsweise sein beauftragter Dritter einen oder mehrere geeignete Koordinatoren bestellen. Maßgeblich ist nicht allein die Bausumme oder Gebäudegröße, sondern die Beteiligung mehrerer Arbeitgeber sowie die Gefährdungen aus besonders gefährlichen Arbeiten.

Für die Bestellung des Koordinators nennt die Baustellenverordnung keine pauschale Mindestbausumme oder Mindestgröße für ein Bauvorhaben. Entscheidend ist, ob Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden. Für Vorankündigung, SiGe-Plan und Unterlage für spätere Arbeiten gelten zusätzliche Voraussetzungen.

Der SiGeKo koordiniert Sicherheit und Gesundheitsschutz in Planung und Ausführung. Dazu können die Berücksichtigung von Schutzgrundsätzen, die Erstellung und Fortschreibung des SiGe-Plans, die Koordination beteiligter Unternehmen sowie die Unterlage für spätere Arbeiten gehören.

Am besten bereits in der Planungsphase. Dann lassen sich Bauabläufe, gemeinsam genutzte Einrichtungen, Schnittstellen und Schutzmaßnahmen noch sinnvoll beeinflussen. Eine Anfrage ist auch bei laufenden Projekten möglich; zunächst prüfen wir dann den Stand und den erforderlichen Leistungsumfang.

Notwendig sind Projektart, Standort, geplanter Zeitraum, aktueller Planungsstand, Zahl der beteiligten Unternehmen sowie bekannte besondere Gefährdungen. Weitere Angaben können wir gemeinsam klären.

Das ist nach Prüfung grundsätzlich möglich. Dafür benötigen wir Einblick in Projektstand, beteiligte Unternehmen, vorhandene Unterlagen und offene Koordinationsaufgaben. Anschließend lässt sich der sinnvolle Leistungsumfang festlegen.

Die Kosten hängen unter anderem von Projektumfang, Planungsstand, beauftragten Phasen, Bauzeit, Gefährdungslage, Anzahl der Beteiligten und notwendiger Präsenz vor Ort ab. Auf Grundlage der Projektdaten erstellt ibag ein individuelles Angebot.

Nein, die Bestellung eines Koordinators entbindet den Bauherrn beziehungsweise den von ihm beauftragten Dritten nicht von seiner Verantwortung. Auch die Arbeitgeber bleiben für den Arbeitsschutz ihrer Beschäftigten verantwortlich.

Fachliche Informationen und rechtliche Verweise zuletzt geprüft am 26.08.2026. Ergänzende Informationen: gesetzliche Grundlagen zu Arbeitsschutz und Baustellenverordnung.